dk04Deutschkurse

Wir setzen uns dafür ein, dass die Flüchtlinge in Maintal schnellstmöglich Vorbereitungskurse besuchen können. So wird ihnen von Beginn an die Teilhabe am Leben in unserer Gesellschaft durch niederschwellige Angebote erleichtert. Unsere Gruppen, die meist von zwei ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern betreut werden, bestehen aus bis zu 10 Flüchtlingen und finden einmal in der Woche statt. Dazu gibt es noch eine Frauengruppe, Nachhilfe für Schülerinnen und Schüler, Alphabetisierungskurse sowie eine freie Lernzeit, bei der Flüchtlinge, die bereits VHS-Kurse besuchen, Hausaufgaben machen und Fragen stellen können.

Im nächsten Schritt versuchen wir, sie durch zertifizierte Deutschkurse zu fördern – hierfür brauchen wir Sponsoren, die die Teilnahme an diesen Kursen finanzieren. Flüchtlinge, die zunächst regelmäßig unsere Kurse besucht haben, unterstützen wir teilweise bei der Finanzierung der VHS-Kurse. Sie können durch unsere Deutschkurse oft mit einem höheren Level beginnen. Erfahren Sie mehr…


ck08Computerkurse

Wir haben das Glück, dass wir einen Computerspezialisten unter den Flüchtlingen haben, der sein Wissen gern an die anderen weitergibt. Ehrenamtlich leitet er nun mehrere Computerkurse. Angefangen hat alles mit einem Kurs, in dem die Flüchtlinge lernen, mit Windows und Word umzugehen. Seit Neustem wird zusätzlich ein Power-Point-Kurs angeboten. Die Veranstaltungen finden viel Zuspruch, vielleicht auch, weil ihr Lehrer die Kursinhalte nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch und Arabisch erklären kann.


mBeratung und Betreuung (Patenschaften)

Oft fällt es den Flüchtlingen schwer, allein zu Ämtern, zu Schulen oder zum Arzt zu gehen, da sie trotz Lernfortschritten in den Deutschkursen nicht alles verstehen. Hier helfen wir gern bei der Beratung! Wir beantworten Fragen zum Thema Asyl, füllen Formulare aus und haben ein offenes Ohr für weitere Anliegen. Wir erklären Inhalte offizieller Briefe und weisen immer wieder auf die Bedeutung von Einspruchsfristen hin. Wir bieten Hilfe bei der Suche nach Anwälten, Begleitung zu Anwälten, teilweise auch zu Anhörungen oder Gerichtsverfahren. Wir leisten Hilfe bei der Beantragung von medizinischer oder psychotherapeutischer Behandlung. Wir geben Unterstützung bei der Anerkennung von Schul- oder Universitätsabschlüssen. Wir helfen bei der Suche nach Plätzen an Schulen und Universitäten und nach Finanzierungsmöglichkeiten für die Ausbildung. Wir unterstützen bei der Suche nach Ausbildungsplätzen. Bei Flüchtlingen mit Aufenthaltsstatus geben wir Hilfe bei der Bewältigung der Formularflut des Jobcenters. Wir haben ein offenes Ohr für alle Probleme in den Unterkünften.

Aber auch bei alltäglichen Dingen bieten wir Hilfe: Wo kann man einkaufen gehen? Wo ist die nächste Post oder Bank? Welche Freizeitaktivitäten gibt es in Maintal? Weitere Beispiele sind Kultur- und Stadtvorstellungen (z.B. Stadtbesichtigungen), Spieleabende, lebenspraktische Unterstützung beim Bezug des eigenen Wohnraums (z.B. Wohnungsbesichtigung), Unterstützung beim Spracherwerb oder sonstigen Aktivitäten. Durch die persönliche Betreuung und Beratung werden Hindernisse überwunden, wird Vertrauen aufgebaut und es entstehen Freundschaften. Auch Flüchtlinge, die bereits gut Deutsch sprechen, gewinnen wir immer wieder als Dolmetscher für neu Angekommene.

Auf Wunsch werden auch längerfristige Patenschaften gebildet, die auch auf Gegenseitigkeit beruhen können, dabei wird zum Beispiel die deutsche Sprache im Alltag geübt und der Flüchtling bietet Hilfe beim Einkaufen oder im Garten. Weitere Beispiele dafür sind, traumatisierte Flüchtlinge in die Klinik, zu Ärzten oder zu Behörden zu begleiten. Die Paten geben den Flüchtlingen Hilfe zur Selbsthilfe, d.h., Hilfestellung soll da gegeben werden, wo sie nötig ist. Dabei soll immer das Ziel sein, dass die Flüchtlinge lernen, ihre Angelegenheiten selbständig regeln können. Wir bieten den Flüchtlingen in schweren Zeiten außerdem Seelsorge an, um ihnen beizustehen, ihnen mit dem Herzen zuzuhören, sie auf einem Stück ihres Lebensweges zu begleiten und gemeinsam nach Perspektiven zu suchen.


fc03Flüchtlings-Café

Einmal in der Woche können sich Flüchtlinge und Maintaler Bürgerinnen und Bürger im Flüchtlings-Café im „Alten Bahnhof“ Dörnigheim treffen und bei Kaffee und Kuchen oder bei Gemeinschaftsspielen miteinander ins Gespräch kommen. Auch unser Tisch-Kicker ist ein beliebter Freizeitspaß! Das Ziel ist, gemeinsam Zeit zu verbringen und die Deutsche Sprache zu verbessern. Mittlerweile haben die Flüchtlinge zudem die Möglichkeit, während des Café-Betriebs kostenlos per W-Lan mit ihren Handys ins Internet zu gehen, um mit ihren Familien und Freunden in Kontakt zu treten. Das Café wird aus Spenden finanziert – das Konzept funktioniert.


fws10Mobilität

Die Fahrradwerkstatt ist jeden zweiten Samstag der Treffpunkt für viele Flüchtlinge. Gemeinsam mit den Flüchtlingen reparieren wir von Bürgern aus Maintal und Hanau gespendete Fahrräder und verteilen sie unter ihnen. Dank großzügiger Spenden und dem unermüdlichen Einsatz unserer Helferinnen und Helfer sind bereits viele Flüchtlinge in Maintal mit einem Fahrrad ausgestattet. Damit die Fahrräder auch langfristig genutzt werden können, wird in regelmäßigen Abständen in unserer Werkstatt geschraubt, repariert und geputzt. Erfahrene Tüftler unter den Helfern und Flüchtlingen helfen dabei den anderen und bringen ihnen das notwendige Wissen bei – Reifen aufpumpen oder wechseln, Ketten schmieren, mit dem Schraubenzieher den Sattel oder Lenker einstellen. Spielend leicht wird so auch ganz nebenbei ein wenig Deutsch gelernt. Unsere ehrenamtlichen Helfer holen zudem Fahrräder und Zubehör direkt bei den Spendern ab – ganz unkompliziert.

Mobilität für die Flüchtlinge ist uns immens wichtig. Viele von ihnen können sich den ÖPNV nicht leisten. Mit einem eigenen Fahrrad können sie ihren Aktionsradius enorm erweitern, die Gegend erkunden, an Fahrradtouren teilnehmen und am wichtigsten: zu Sprachschulen nach Hanau fahren. Insgesamt fördern wir mit der Werkstatt Zusammengehörigkeit und Spracherwerb, mit einem eigenen Fahrrad Selbständigkeit und Unabhängigkeit.

Damit die Flüchtlinge mit ihren Fahrrädern oder zu Fuß sicher durch den deutschen Straßenverkehr kommen, werden sie außerdem in regelmäßigen Abständen durch kompetente Fahrschullehrer zum Thema Verkehrserziehung geschult. Erfahren Sie mehr…


sp01Sport und Freizeit

Spracherwerb gelingt zwar im Unterricht, aber dennoch: Im wirklichen Miteinander wird die Sprache lebendiger. Sport ist für die Flüchtlinge in Maintal ein wichtiger Teil ihrer Freizeitgestaltung. Einmal in der Woche treffen wir uns, um gemeinsam Sport zu machen. Egal ob Fußball, Volleyball, Tischtennis oder Badminton – für jeden ist etwas dabei. Zusätzlich machen wir Ausflüge (z.B. in den Kletterpark oder in die Eissporthalle), veranstalten kleine Fußball-Turniere, gehen schwimmen oder nehmen an Stadtläufen teil. Einige der Maintaler Flüchtlinge wurden bereits als Spieler in verschiedene Fußballvereine aufgenommen (FSV Bischofsheim, 1. FC Hochstadt), andere können sich zu Jugendtrainern oder Schiedsrichtern ausbilden lassen.

Außerdem ist Maintal Teil des Pilot-Projekts „Sport und Flüchtlinge“, das in Kooperation mit dem Hessischen Sportbund realisiert werden konnte und das durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. In enger Zusammenarbeit mit Vereinen und Fachkräften konnten so bereits eine Vielzahl von zusätzlichen Angeboten geschaffen werden. Erfahren Sie mehr…

Neben den Sportaktivitäten versuchen wir auch, die Freizeit der Flüchtlinge durch Radtouren, Ausflüge in den Zoo oder zum Zirkus oder durch das gemeinsame Feiern von Festen bunter zu gestalten. Hier lernen wir voneinander die Kultur, die Sprache und besonders die kulinarischen Besonderheiten kennen. Auch für die Kleinen ist während der Ferienzeit gesorgt dank der netten Unterstützung von Maintaler Familien. So fällt die Eingewöhnung in die neue Umgebung gleich viel leichter! Wir fördern eine wertschätzende und vertrauensvolle Kommunikation mit den Flüchtlingen und ihrer Kultur, ein respektvoller Umgang miteinander ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Wir achten darauf, dass jeder sich wohl fühlt und respektiert wird.


fwt03Vernetzung und Engagement

Wir fördern den Austausch mit Vereinen und Gruppen mit dem Ziel, Informationen zum Thema „Asyl“ weiterzugeben, Vorurteile abzubauen und neu entstehende Arbeitskreise in anderen Städten in diesem Bereich zu ermutigen und zu unterstützen. Netzwerke helfen, der Perspektivlosigkeit ein Ende zu setzen und nach lösungsorientierten Wegen zu suchen. Beispiele sind Kontakte zu Sportvereinen, zu kirchlichen Trägern, zu Schulen, zu Beratungsstellen etc. Auf eine gute Zusammenarbeit mit der Presse wird besonders geachtet. Durch die lokale Presse und die sehr kompetenten und präzisen Beiträge haben wir neue Helfer dazugewonnen. Ein reger Austausch mit der Stadtverwaltung und anderen Gruppen findet regelmäßig statt. Vernetzungen haben uns die konkrete Unterstützung von Stiftungen gebracht.

Wir wollen, dass Flüchtlinge und Maintaler Bürgerinnen und Bürger sich besser kennenlernen. Was gibt es da Besseres, als beim Freiwilligentag einander zu helfen und gemeinsam soziale Projekte zu verwirklichen. Wir haben gemeinsam gegärtnert, einen Kindergarten renoviert und alles mit Fotos dokumentiert. Im nächsten Jahr sind wir wieder mit dabei! Erfahren Sie mehr…